Die fünf Phasen des Sterbens
Die Lebensäußerungen des Tieres sind schwach, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, aber es frisst noch und nimmt noch ein wenig am Leben teil. Man hat das Gefühl, das Tier könnte sich mit der Krankheit arrangieren, aber der Mensch bekommt immer mehr die Gewissheit, dass das Tier sterben wird.
Das Tier verweigert die Nahrung. Wenn es noch laufen kann, sucht es sich instinktiv einen ruhigen Platz zum Sterben. Der Stoffwechsel wird langsamer und es kommt durch die Giftstoffe im Körper zum Acetongeruch.
Es kommt zu einem unerwarteten letzten Aufblühen. Das kann ein paar Minuten, aber auch ein paar Stunden sein. Es kommt zum letzten Auflodern fast aller Körperfunktionen. Dabei kann es auch zu einer kurzen verstärkten Schmerzempfindung kommen.
Die Ruhe nach dem Sturm; alle physischen Funktionen bei dem Tier halten inne, alles kommt zur Ruhe, das Tier wächst in eine körperlose Dimension. Es kommt zu einem schwachen Atem mit einer Betonung auf die Ausatmung und einer langen Pause vor dem nächsten einatmen.
Das äußere Merkmal ist der immer kleiner werdende Atem. Haben der Herzschlag und die Atmung ausgesetzt, ist der Wandel vom physischen zur energetischen Ebene vollzogen. Bei Tieren erfolgt die Ablösung sehr deutlich mit dem letzten Atemzug.
Am Ende der Aufbruchsphase haben viele Tiere das Bedürfnis, ihre Menschen zu trösten und ihnen zu sagen, dass es ihnen gut geht und sie noch bei ihnen sind.