Kontaktaufnahme zu vermissten Tieren

Die Kontaktaufnahme zu einem vermissten Tier ist ebenso möglich. Da mir die Tiere aber Bilder aus ihrer Perspektive vermitteln, ist es jedoch oft schwierig konkrete Anhaltspunkte auf den Aufenthaltsort zu bekommen. Ein markanter Kirchturm liegt vielleicht gar nicht in der Sichtweise des Tieres. Stattdessen ist eine Plastiktüte oder ein Stein sein konkreter Hinweis. In Panik geratene Tiere, die nicht wissen wo sie sind und den Weg nicht mehr heimfinden, senden entsprechende Bilder, die oft sehr verschwommen und nur einen vagen Eindruck ihrer Umgebung vermitteln.

In manchen Fällen entscheiden sich Tiere ganz bewusst ihr Zuhause zu verlassen und wollen sich nicht finden lassen. Vielleicht wartet eine neue Aufgabe auf sie oder sie sind einfach nur abenteuerlustig. Haben Sie Geduld. Oft bleiben Tiere tage- oder wochenlang verschwunden und tauchen eines Tages unversehrt wieder auf. Tiere, die unter Schock stehen, oder durch einen Unfall aus ihrem Körper gegangen sind, können manchmal nicht klar erkennen, wo sie sind, merken nicht, dass sie sich vielleicht nicht mehr im Körper befinden. Ich möchte Ihnen nicht die Hoffnung nehmen, dass ihr geliebtes Tier eventuell noch lebt.

Leider gibt es aber auch die Fälle, die ich Niemandem wünsche. Auch spielen die Emotionen und Sorgen der Tierhalter um das geliebte Tier in meiner Verbindung zum Tier eine Rolle. Daher bitte ich Sie, so verzweifelt Sie auch sein mögen, ruhig und gelassen zu bleiben und sich nicht sämtliche Schreckenszenarien auszumalen. Denken Sie daran, dass Ihr, wo möglich, eh schon verunsichertes Tier immer noch mit Ihnen in Verbindung steht und diese Gedanken sehr wohl aufschnappen kann, entsprechend aufgewühlt reagiert und diese geistigen Vorstellungen an mich weitergibt. Auch Erfolgsdruck kann mich blockieren und meine Bemühungen, Sie in dieser Situation best möglichst zu unterstützen, behindern.

Ich möchte Sie um Verständnis bitten, mir für die vermissten Tiere mehr Zeit zu geben. Auch kann ich keine Gewähr für diese Gespräche und Informationen geben.

 

Bleiben sie besonnen. Hier eine kleine Checkliste, was Sie tun können:

  • Informieren Sie alle Einrichtungen und Institutionen, die mit Tieren zu tun haben: Tierärzte, Tierheime, Polizeistationen, TASSO, Straßenmeistereien.
  • Benachrichtigen Sie ihre Nachbarn und bitten sie um Mithilfe.
  • Hängen Sie Zettel mit einem Foto Ihres Tieres auf und schalten Sie eine Kleinanzeige in der Zeitung.
  • Suchen Sie ihr Tier und lassen Sie sich dabei von Ihrer Intuition leiten.
  • Stellen Sie seine Futterschüssel in die Nähe Ihres Hauses.
  • Senden Sie Ihrem Tier einen Gruß, lassen sie es wissen, wie sehr Sie sich seine Heimkehr wünschen und es vermissen.
  • Vielleicht hilft Ihnen auch die Vorstellung, zwischen Ihnen und Ihrem Tier eine gedankliche Schnur zu spannen und anhand dieser das Tier wieder heimzuholen.
  • Letztendlich haben Tiere aber eben auch ihren eigenen Willen, den wir respektieren müssen. Denn niemals gehört ein Tier uns, es ist unser Gefährte.